Was ist das PAN Netzwerk?

Bereits 2006 kamen Palliativärzte, Vertreter von drei Pflegediensten, die Hospizinitiativen der Region, die kreisweit tätige Krebsberatung und die ambulante Palliativberatung zum ersten „Runden Tisch“ zusammen. Das Treffen war geprägt vom Interesse an den anderen Berufsgruppen und dem Willen, künftig gemeinsame Versorgungsangebote und Strukturen zu erarbeiten, die schwerstkranken und sterbenden Menschen im Mühlenkreis ein Leben Zuhause – bis zuletzt ermöglichen.

Seither ist ein tragfähiges ambulantes Palliativ Netz entstanden.

Hausärzt/-innen mit palliativmedizinischer Qualifikation stehen als Palliativmedizinischer Konsiliardienst (PKD) im Kreis Minden-Lübbecke zur Verfügung.

Für den PKD arbeiten Pflegefachkräfte mit Palliativ Care Ausbildung als Patienten Koordinatorinnen, die die Schwerstkranken und deren Angehörige zuhause umfassend beraten und unterstützen.

Einige ambulante Pflegedienste sind als Palliativpflegedienste anerkannt.

Außerdem gibt es ambulante Hospizdienste, die ehrenamtlich eine psychosoziale Begleitung für Palliativpatienten und ihre Angehörigen anbieten.

Darüber hinaus haben sich viele wichtige Netzwerkpartner angeschlossen, die zu einem tragfähigen und sicheren Versorgungsnetz im Kreis Minden-Lübbecke unverzichtbar beitragen.

Das PAN. Netzwerk verfolgt seit 2007 diese Ziele:

Das PAN. Netzwerk setzt sich dafür ein, dass alle Menschen ihren Rechtsanspruch auf eine ambulante Palliativversorgung am Lebensende wahrnehmen können. Im Kreis Minden-Lübbecke wird eine multiprofessionelle und eng vernetzte Versorgung vorgehalten, die eine bestmögliche Betreuung ermöglicht.
Zudem informiert das Netzwerk umfassend über alle verfügbaren Versorgungsmöglichkeiten und erleichtert den Übergang von der stationären in die ambulante Palliativversorgung. Ein besonderer Fokus liegt darauf, den sogenannten „Drehtür-Effekt“ – das häufige Wechseln zwischen stationärer und ambulanter Versorgung – zu vermeiden und eine Unter-, Über- oder Fehlversorgung zu verhindern.

Für den schwersterkrankten Menschen und seine Familie möchte PAN.:

… dass Lebensqualität am Lebensende erhalten bleibt und ein Sterben in der vertrauten, häuslichen Umgebung möglich ist. Eine umfassende Versorgung – medizinisch, pflegerisch, psychosozial und spirituell – soll rundum gewährleistet sein.

Diese Versorgung kann auch in stationären Altenhilfeeinrichtungen erfahren werden. Zudem wird dafür gesorgt, dass trauernde Angehörige Unterstützung und Begleitung erhalten.

Leitlinien für die Zusammenarbeit im PAN Netzwerk

Leitlinien für die Zusammenarbeit im PAN. Netzwerk

Das Ziel unseres Netzwerkes ist es, gemeinsam für eine bestmögliche ambulante und stationäre Palliativversorgung der Menschen im Versorgungsgebiet einzutreten. Dabei orientieren wir uns an gemeinsam abgestimmten Werten.

Wir fördern das Palliativdenken und -handeln in der Region, indem wir immer wieder über die Zielsetzungen, Möglichkeiten und Angebote informieren.

Ein weiteres Ziel unseres Netzwerkes ist es, uns gegenseitig bei der Aufgabenerfüllung zu unterstützen und einander zu helfen, wo es geboten und möglich ist.

Als Partner des PAN. Netzwerkes sind wir davon überzeugt, dass ein solidarisches Miteinander und eine Verbindung unserer Stärken jedem Partner nutzen.

Uns ist bewusst, dass der Ausbau und der Erhalt dieser Vertrauenskultur in unserem Netzwerk nur durch Offenheit, einen fairen Umgang sowie eine ehrliche Kommunikation möglich sind.

Um gemeinsam erfolgreich zu sein, kommt es darauf an, sich der eigenen Kernkompetenzen bewusst zu sein und diese gezielt und aktiv einzubringen.

Die nachfolgenden Regeln, die jeder Partner ausdrücklich anerkennt, sollen uns bei einer möglichst reibungsfreien Zusammenarbeit helfen.

 

Qualität in der Palliativversorgung

PAN. strebt für die Versorgung der Palliativpatientinnen und -patienten sowie ihrer An- und Zugehörigen folgende Qualität an:

  • Palliativpatientinnen und -patienten und ihre An- und Zugehörigen finden aufgrund tragfähiger Netzwerk- und Versorgungsstrukturen ein verlässliches Versorgungsangebot vor.

  • Das Versorgungskonzept bildet eine Einheit, in der der Patient mit seinen individuellen Bedürfnissen, Anliegen und Wünschen im Mittelpunkt steht. Es geht um das Vorbeugen und Lindern von Leiden durch frühzeitige Erkennung, sorgfältige Einschätzung und Behandlung von Schmerzen sowie anderen Problemen körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art.

  • Die Versorgung ist quartiersnah aufgebaut, um nachbarschaftliche Bezüge einbinden zu können.

  • Alle Beteiligten werden in ihrem „Anderssein“ akzeptiert und ernst genommen.

  • Im Palliativprogramm werden die Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Alter, Behinderung, sexueller Orientierung und Identität begleitet und versorgt.

 
Zusammenarbeit im Netzwerk

Die Zusammenarbeit im Netzwerk zeichnet sich aus durch:

  • das gemeinsame Bewusstsein im Sinne von „Es geht nur gemeinsam“,

  • das Erreichen eines Interessenausgleichs, der Hierarchien vermeidet,

  • eine erteilte Verantwortung und deutlich erkennbare Arbeitsteilung, die niemanden zur „Einzelkämpferin“ oder zum „Einzelkämpfer“ werden lässt,

  • Offenheit, Wertschätzung und gemeinsames Lernen,

  • Transparenz, fließende Informationen und eine aktive Öffentlichkeitsarbeit,

  • die Überzeugung, dass die Zusammenarbeit vor dem Wettbewerb steht.

 
Umgang mit personellen Ressourcen

Im Umgang mit den personellen Ressourcen möchte PAN.:

  • die stationären Hospize sowie die weiteren stationären Versorger mit einem palliativen Auftrag mit den ambulanten Versorgungsstrukturen vernetzen,

  • einen inhaltlichen Austausch aller Dienste ermöglichen,

  • geeignete Standards und Materialien für die ambulante Palliativversorgung fortführen und optimieren.

Vereinbart ist eine systematische Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität durch eine ständige Überprüfung der entwickelten Prozesse und Strukturen.

 
Kriterien für die Aufnahme neuer Partner

Für die Aufnahme neuer Partner gelten folgende Kriterien:

  • Der neue Partner leistet einen aktiven und verlässlichen Beitrag zur Palliativversorgung.

  • Der neue Partner zeichnet sich durch einen regionalen Bezug aus.

  • Der neue Partner hat mit dem Netzwerk beziehungsweise einzelnen Netzwerkpartnern bereits locker zusammengearbeitet.

  • Der neue Partner erkennt die Leitlinien der Zusammenarbeit an.

 
Grundlage und Sachstand

Grundlage: PAN. Konzept, Sachstand Dezember 2015, überarbeitet auf dem Klausurtag am 17.02.2018 und in der Steuerungsgruppe am 12.03.2018. Verabschiedet auf dem Gesamtnetzwerk-Treffen am 11.04.2018, überprüft und leicht verändert am 30.09.2020 sowie am 06.04.2022. Neue Änderungen wurden am 19.04.2024 beim Gesamtnetzwerktreffen vorgenommen und am 09.09.2024 von der Steuerungsgruppe in dieser Form verabschiedet.

Sachstand: Mai 2026

Partner im PAN. Netzwerk werden​

Das PAN. Netzwerk lebt von einem starken Miteinander: Unsere Partner kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen der palliativen Versorgung. Gemeinsam engagieren wir uns für eine würdevolle und verlässliche Begleitung schwerkranker Menschen im Kreis Minden-Lübbecke.

Zu unseren Netzwerkpartnern gehören:
• Palliativmediziner
• Patientenkoordinatorinnen
• Haus- und Fachärzte
• Ambulante Hospizdienste
• Palliativpflegedienste
• Weitere Netzwerkpartner: stationäre Versorgung, stationäre Hospize, Apotheken und Versorger, Beratungs- und Servicepartner, stationäre Pflegeheime

Neuaufnahme von Netzwerkpartnern
Neue Netzwerkpartner werden auf dem Gesamtnetzwerktreffen, das mindestens einmal jährlich stattfindet, aufgenommen.

Ablauf:
1. Der Netzwerk Interessent nimmt Kontakt zum PAN. Netzwerk auf oder umgekehrt.

2. Der Aufnahmewunsch wird in der Steuerungsgruppe abgestimmt. Bisherige Kriterien: Der/die Bewerber/in leistet einen aktiven und verlässlichen Beitrag zur
Palliativversorgung, zeichnet sich durch einen regionalen Bezug aus und hat mit dem Netzwerk bzw. einzelnen Netzwerkpartnern bereits locker zusammengearbeitet.
Der/die Bewerber/in erkennt die Leitlinien der Zusammenarbeit an.

Wenn ja, dann
3. Einladung zum Vernetzungsgespräch bzw. -präsentation. Ziel ist es, dass Netzwerkpartner über die Strukturen, Vereinbarungen und Qualität Kenntnis haben
und sie durch verlässliche Aussagen an Bürger/innen kommunizieren können.
a. Die Gespräche finden vor den Gesamtnetzwerktreffen statt.
b. Präsentation
c. Verantwortlich Netzwerkkoordination

4. Aufnahme ins Netzwerk
a. Einladung zum Gesamtnetzwerktreffen
b. Nutzung des Siegels „Wir sind vernetzt mit PAN“
c. PAN. Flyer werden zur Verfügung gestellt
d. Aufnahme in Email-Verteiler Gesamtnetzwerktreffen
e. Aufnahme in den Email-Verteiler PAN. Infobrief
f. Aufnahme in die Adressliste auf der Website

Ich möchte Partner im Netzwerk werden:

Natürlich sind wir auch per E-Mail für Sie erreichbar:

Alle Adressen auf einen Blick

Unsere große Auswahl an Adressen können Sie bequem filtern und so finden Sie schnell wonach Sie suchen.