Leitlinien für die Zusammenarbeit im PAN. Netzwerk
Das Ziel unseres Netzwerkes ist es, gemeinsam für eine bestmögliche ambulante und stationäre Palliativversorgung der Menschen im Versorgungsgebiet einzutreten. Dabei orientieren wir uns an gemeinsam abgestimmten Werten.
Wir fördern das Palliativdenken und -handeln in der Region, indem wir immer wieder über die Zielsetzungen, Möglichkeiten und Angebote informieren.
Ein weiteres Ziel unseres Netzwerkes ist es, uns gegenseitig bei der Aufgabenerfüllung zu unterstützen und einander zu helfen, wo es geboten und möglich ist.
Als Partner des PAN. Netzwerkes sind wir davon überzeugt, dass ein solidarisches Miteinander und eine Verbindung unserer Stärken jedem Partner nutzen.
Uns ist bewusst, dass der Ausbau und der Erhalt dieser Vertrauenskultur in unserem Netzwerk nur durch Offenheit, einen fairen Umgang sowie eine ehrliche Kommunikation möglich sind.
Um gemeinsam erfolgreich zu sein, kommt es darauf an, sich der eigenen Kernkompetenzen bewusst zu sein und diese gezielt und aktiv einzubringen.
Die nachfolgenden Regeln, die jeder Partner ausdrücklich anerkennt, sollen uns bei einer möglichst reibungsfreien Zusammenarbeit helfen.
Qualität in der Palliativversorgung
PAN. strebt für die Versorgung der Palliativpatientinnen und -patienten sowie ihrer An- und Zugehörigen folgende Qualität an:
Palliativpatientinnen und -patienten und ihre An- und Zugehörigen finden aufgrund tragfähiger Netzwerk- und Versorgungsstrukturen ein verlässliches Versorgungsangebot vor.
Das Versorgungskonzept bildet eine Einheit, in der der Patient mit seinen individuellen Bedürfnissen, Anliegen und Wünschen im Mittelpunkt steht. Es geht um das Vorbeugen und Lindern von Leiden durch frühzeitige Erkennung, sorgfältige Einschätzung und Behandlung von Schmerzen sowie anderen Problemen körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art.
Die Versorgung ist quartiersnah aufgebaut, um nachbarschaftliche Bezüge einbinden zu können.
Alle Beteiligten werden in ihrem „Anderssein“ akzeptiert und ernst genommen.
Im Palliativprogramm werden die Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Alter, Behinderung, sexueller Orientierung und Identität begleitet und versorgt.
Zusammenarbeit im Netzwerk
Die Zusammenarbeit im Netzwerk zeichnet sich aus durch:
das gemeinsame Bewusstsein im Sinne von „Es geht nur gemeinsam“,
das Erreichen eines Interessenausgleichs, der Hierarchien vermeidet,
eine erteilte Verantwortung und deutlich erkennbare Arbeitsteilung, die niemanden zur „Einzelkämpferin“ oder zum „Einzelkämpfer“ werden lässt,
Offenheit, Wertschätzung und gemeinsames Lernen,
Transparenz, fließende Informationen und eine aktive Öffentlichkeitsarbeit,
die Überzeugung, dass die Zusammenarbeit vor dem Wettbewerb steht.
Umgang mit personellen Ressourcen
Im Umgang mit den personellen Ressourcen möchte PAN.:
die stationären Hospize sowie die weiteren stationären Versorger mit einem palliativen Auftrag mit den ambulanten Versorgungsstrukturen vernetzen,
einen inhaltlichen Austausch aller Dienste ermöglichen,
geeignete Standards und Materialien für die ambulante Palliativversorgung fortführen und optimieren.
Vereinbart ist eine systematische Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität durch eine ständige Überprüfung der entwickelten Prozesse und Strukturen.
Kriterien für die Aufnahme neuer Partner
Für die Aufnahme neuer Partner gelten folgende Kriterien:
Der neue Partner leistet einen aktiven und verlässlichen Beitrag zur Palliativversorgung.
Der neue Partner zeichnet sich durch einen regionalen Bezug aus.
Der neue Partner hat mit dem Netzwerk beziehungsweise einzelnen Netzwerkpartnern bereits locker zusammengearbeitet.
Der neue Partner erkennt die Leitlinien der Zusammenarbeit an.
Grundlage und Sachstand
Grundlage: PAN. Konzept, Sachstand Dezember 2015, überarbeitet auf dem Klausurtag am 17.02.2018 und in der Steuerungsgruppe am 12.03.2018. Verabschiedet auf dem Gesamtnetzwerk-Treffen am 11.04.2018, überprüft und leicht verändert am 30.09.2020 sowie am 06.04.2022. Neue Änderungen wurden am 19.04.2024 beim Gesamtnetzwerktreffen vorgenommen und am 09.09.2024 von der Steuerungsgruppe in dieser Form verabschiedet.
Sachstand: Mai 2026