Ambulantes Palliativ Netz Kreis Minden-Lübbecke

3. PAN Fachtag mit knapp 100 Teilnehmern im Innovationszentrum Fennel in Bad Oeynhausen

Die Zusammenarbeit der PAN Netzwerkpartner bei der Begleitung sterbender Menschen im Altenheim stand im Mittelpunkt des 3. Fachtages Palliativ- und Hospizversorgung im Mühlenkreis.

Hier der Artikel in der NW am 13.11.2018 von Heidi Froreich

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Neu: Letzte Hilfe Kurse in der Region

Im ersten Halbjahr wurden insgesamt 16 KurleiterInnen für Letzte Hilfe Schulungen ausgebildet.

PAN e.V. hat diese Fortbildung möglich gemacht und finanziert.

Diese Kurde richten sich an die breite Öffentlichkeit und möchten Wissen vermitteln, was beim Sterben passiert und wie Angehörige, Freunde etc. den Sterbenden unterstützen können. 

Die ambulanten Hospizdienste bieten diese Kurse in der Region an.

 

Termine für die ersten Kurse im Herbst 2018 und im ersten Quartal 2019, inkl. die jeweiligen Kontaktdaten:

  1. Minden: Hospizkreis in Minden am 19. November 2018 in der Zeit von 17:00 bis 21:00 Uhr, Simeonsplatz 3 in Minden. Anmeldungen bitte unter: 0571-24030. http://www.hospizkreis-minden.de/veranstaltungen.html; info@hospizkreis-minden.de
    D
    ieser Kurs ist bereits ausgebucht.
    Weiterer Termin: 18. Februar 2019
  2. Lübbecke: Ambulanten Hospizarbeit Parisozial, am 30. November 2018, 17:00 Uhr bis 21:00 Uhr in der Bahnhofstraße 29 in Lübbecke. Kontaktdaten: 05741-8096-239, hospizarbeit@parisozial-mlh.de
    W
    eiterer Termin im Rahmen der Hospizaktionswoche 2019: gemeinsam mit dem Hospiz- und Palliativberatungsdienst Lemförde am 13. Februar 2019, 18:00 bis 22:00 Uhr, Gemeindezentrum Haldem, Osterort 20, 32351 Stemwede.
    Kontaktdaten: 0541-8096-239, hospizarbeit@parisozial-mlh.de oder 05443-9970-93, info@hospiz-lemfoerde.de
  3. Bad Oeynhausen/Löhne: Hospizkreis Löhne und der Hospizkreis Bad Oeynhausen, am 28. November 2018 in der Zeit von 17:00 bis 20:30 Uhr. Kontaktdaten: 05731-3059059. http://www.hospizkreis-loehne.de/index.php?id=8; kontakt@hospizkreis-loehne.de

Die Anmeldungen erfolgen über die oben angegeben Kontaktdaten.

Die Kurse sind jeweils kostenfrei. Eine kleine Spendenbox wird aufgestellt.

 

 

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Monika Müller zu Gast im PAN Netzwerk

Für die Begleiterinnen und Begleiter im Sterbeprozess sind nicht die abgelegten Fortbildungseinheiten wesentlich, nicht die umfassende Kenntnis von Gesprächsführungsregeln, sondern die Verinnerlichung von Werten wie

·            Respekt vor der Einzigartigkeit eines Menschen,

·            Zurückhaltung mit den je eigenen Wertvorstellungen und Sinnfüllungen,

·            Demut (Dienmut) gegenüber denen, die Leid tragen.

·            Umgang mit der eigenen Hilflosigkeit, u.v.a.

Aus diesen (Geist)Haltungen erst gewinnen Fertigkeiten und Fähigkeiten im Umgang mit sterbenden und trauernden Menschen ihre Berechtigung und ihre Bewährung. Die Fachbuchautorin, Supervisorin und Therapeutin Monika Müller referierte sehr anschaulich über folgende Geisthaltungen:

die Geisthaltung der Würde

die Geisthaltung des Geheimnisses

die Geisthaltung der Ohnmacht

die Geistes-Gegenwart

die Geisthaltung sich "das Leben zu nehmen" (im Sinne von genießen)

die GeiGeisthaltung der Absichtslosigkeit. 

Sie schaffte es durch ihre zahlreichen Beispiele aus ihrer langjährigen praktischen Tätigkeit die ca. 100 Besucher mitzunehmen, nachdenklich zu stimmen und auch anzuregen. 

Sie stellte die Bedeutung von Vorbildern für die Entwicklung einer eigenen Haltung heraus und motivierte die Teilnehmer als Vorbilder und Multiplikatoren im eigenen privaten und beruflichen Kontext zu wirken. 

 

An dieser Fortbildung nahmen Ärzte, Pflegekräfte, ehrenamtliche und hauptamtliche Hospizmitarbeitende, Trauerbegleiter sowie weitere Versorger und Therapeuten aus der Region und auch darüber hinaus teil.

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20 Letzte Hilfe Kursleiterinnen und -leiter ausgebildet

"Es war eine tolle Fortbildung. Zu Beginn dachte ich, dass die Inhalte ja bekannt sind, was sollen wir also noch Neues lernen?", so eine Teilnehmerin der eintägigen Schulung. "Nun, aber am Ende ist man immer schlauer. Im Mittelpunkt des Tages stand primär die Frage, wie die Inhalte, die uns so vertraut sind, einfach und verständlich vermitteln werden, dass auch die allgemeine Bevölkerung einen Zugang finden kann. Unsere Erfahrung war: das ist gar nicht so leicht."

Die 20 Teilnehmenden, die aus dem Mühlenkreis aber auch Gütersloh und Detmold kamen, hatten sich schon im Vorfeld jeweils auf ein bestimmtes Thema vorbereitet.  Im Kurs wurden die Inhalte schließlich nach individuellen Vorstellungen vorgestellt, und es gab aus der Runde wertschätzendes Feedback.

 

Dr. Georg Bollig, Schleswig, der ein Palliativteam im südlichen Dänemark leitet, und an der Uni of Southern Denmark lehrt, hat das Konzept für diesen Kurs entwickelt. Es ist deutschlandweit und auch auf europäischer Ebene einheitlich. Dr. Bollig erläuterte die Entstehungsgeschichte, das Konzept, die Qualitätskriterien und führte gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Ingmar Hornke aus Frankfurt durch den Tag in der Alten Lübber Volksschule in Hille. Das Konzept soll im engen Austausch mit allen Kursleitern (inzwischen gibt es deutschland- und europaweit 700) optimiert und weiterentwickelt werden. 

 

Die Kurse im Kreis Minden-Lübbecke sind ab Herbst geplant. Sie richten sich an An- und Zugehörige, Freunde, Nachbarn und sollten möglichst dann besucht werden, wenn es noch keinen konkreten Anlass gibt. Wie die Erste Hilfe Kurse sollten es zur Selbstverständlichkeit in unserer Gesellschaft werden, einen Letzte Hilfe Kurs zu besuchen.

 

Folgende Themen werden während eines 4-stündigen Kurses, der an einem Nachmittag/Abend stattfinden wird, angesprochen: 

Modul 1 Sterben ist ein Teil des Lebens

Modul 2 Vorsorgen und Entscheiden

Modul 3 Körperliche, psychische, soziale und existentielle Nöte lindern

Modul 4 Abschied nehmen vom Leben

Die ambulanten Hospizdienste werden die jeweiligen Angebot in Ihrer Region ab Herbst anbieten. Bitte sprechen Sie die Verantwortlichen an. Weitere Informationen werden auch auf dieser Seite folgen. 

 

Die Letzte Hilfe Kurse und die Ausbildung der Kursleiter ist durch den Deutschen Hospiz- und Palliativverband e.V. und die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin anerkannt. 

 

"Für uns ist ein deutlicher Bedarf in der Bevölkerung zu erkennen. Mit diesen neuen Angebot können wir auf diesen ganz gezielt eingehen und auch auf niederschwelliger Ebene einen Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit leisten. Auch wenn sich viele Dinge bereits schon geändert haben, ist es auch weiterhin die Aufgabe aller Partner im Netzwerk, die Themen "Sterben, Tod und Trauer" in unsere Gesellschaft und ins tägliche Leben hineinzubringen", so Daniela Möller-Peck, Koordinatorin des PAN Netzwerkes. 

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Vortrag mit Monika Müller am 13.06.2018

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