Ambulantes Palliativ Netz Kreis Minden-Lübbecke

2. Fachtag Palliativ- und Hospizversorgung

Samstag 18.11.2017

10:00 Uhr bis 15:00 Uhr

"Wenn einen die Geschichte einholt" - Sterben und unverarbeitete Traumata

Anmeldung bis zum 08.11.2017


Programm

ab 09:30 Uhr

10:00 Uhr

10:15 bis 11:30 Uhr

Ankommen, Anmeldung

Begrüßung und Eröffnung

Dr. Toni Huber, Vorsitzender PAN e.V.

Dr. Ralf Niermann, Landrat

Kriegserbe in der Seele - Kriegstraumafolgen in der Sterbebegleitung

Zwei Drittel der Menschen über 70 Jahre wurden in Krieg und der Nachkriegszeit traumatisiert. Das wird oft in der letzten Lebensphase wieder lebendig. In diesem Vortrag wird Dr. Udo Baer vorstellen, wie sich Kriegstraumatisierungen in der letzten Lebensphase zeigen und wie damit umgegangen werden kann und sollte. Es werden Informationen, praktische Übungen sowie kreative Zugänge zur Hilfe und Unterstützung vermittelt.

Dr. Udo Baer, Dr. phil., Dipl. Pädagoge, Kreativer Leibtherapeut, Heilpraktiker für Psychotherapie, Mitbegründer und wiss. Leiter der Zukunftswerkstatt therapie kreativ, sowie des Instituts für soziale Innovationen e.V. (ISI) mit dem Institut für Gerontopsychiatrie (IGP), Vorsitzender der Stiftung Würde, Mitbegründer des pädagogischen Instituts Berlin (PIB), Autor und Referent.
www.soziale-innovationen.de, www.baer-frick-baer.de


11:45 bis 12:45 Uhr

“Die Zeit heilt keineswegs alle Wunden” – sexualisierte
Gewalterfahrungen in der Lebensgeschichte älterer und alter Frauen

In ihrer praktischen Arbeit mit Menschen aller Generationen und Lebenslagen erlebt Anke Lesner immer wieder, welche weitreichenden und langfristigen Folgen Gewalt haben kann: Wie sehr traumatische Ereignisse das weitere Leben einer Person und die Beziehungen zu anderen beeinträchtigen können, und wie sehr spezifische Themen mit Tabu und Schweigen verbunden sind. Darüber wird sie berichten.

Anke Lesner, Jg. 1964, Leiterin der Regionalstelle Westfalen-Lippe, Diplompädagogin, Systemische Therapeutin und Supervisorin, Fachberaterin für Psychotraumatologie, Alterspsychotherapeutin. Seit 1999 als Mitarbeiterin von Wildwasser Bielefeld e.V. mit dem Thema „Traumatisierung durch sexualisierte Gewalt“ beschäftigt, seit 2004 zum Schwerpunkt „Gewalterfahrungen heute alter Frauen“. Von 2013 bis 2016 Projektleitung „Alter und Trauma“. Dozentin an Psychologischen Psychotherapieausbildungsinstituten und am IGP Institut für Gerontopsychiatrie; Fachveröffentlichungen zum Thema „Alter und Trauma“.

www.wildwasser-bielefeld.de


13:00 bis 13:45 Uhr

13:45 bis 14:45 Uhr

Pause mit Imbiss und Gesprächen

Tiefe statt Leichtigkeit? Was die Hospiz- und Palliativarbeit mit den Begleiter/innen macht

Ohne Frage ist die Tätigkeit in der Hospiz- und Palliativversorgung für die dort Tätigen etwas Bereicherndes. Die Frage, was wir durch die Tätigkeit

verlieren, wird deutlich wenig thematisiert.

Geht das viele Sterben aber spurlos an mir vorüber? Wie viel Tote, wie viel Trauer kann ich eigentlich vertragen? Wie verändert die Hospiz- und Palliativarbeit mein Privatleben, wie meine Persönlichkeit? Welchen Belastungspreis

zahle ich? Wie schütze ich mich vor ausbrennen? Gerade langjährig in der Hospiz- und Palliativversorgung tätige Menschen beschreiben häufig einen Gewinn von Lebenstiefe, aber auch ein Nachlassen von eigener Lebensleichtigkeit.

In diesem erlebnis- und mitmachorientierten sowie lebendigen Vortrag werden

die Zuhörer/innen zum innhaltenden Nachdenken eingeladen und erhalten Impulse für mehr Lebensleichtigkeit und professionelle Nähe.

Dr. Tanja M. Brinkmann ist promovierte Soziologin, Sozialpädagogin, Krankenschwester und hat eine Fortbildung zur ehrenamtlichen Lebens- und Sterbebegleiterin sowie eine Trauerberatungsweiterbildung absolviert. Ferner hat sie Erfahrungen in allen Tätigkeitsbereichen einer Bestatterin. Sie hält bundesweit Vorträge und gibt Fortbildungen und Trainings zu Trauer am Arbeitsplatz, Palliative Care und Selbstsorge. Sie berät Privatpersonen,Teams und Unternehmen nach einem schweren Verlust in Bremen. Zudem

ist sie in der Beratung, Entwicklung und Supervision speziell von Hospiz- und

Palliativteams tätig.

www.tanja-m-brinkmann.de


15:00 Uhr                                                                     Verabschiedung und Ende des Fachtages          


Moderation

Heiko Bölling, Leitung Palliativstation Johannes Wesling Klinikum

Daniela Möller-Peck, PAN Netzwerk Koordinatorin


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Anmeldung bitte bis zum 08.11.2017

Wenn einen die Geschichte einholt - Sterben und unverarbeitete Traumata

 

Kreishaus

Portastraße 13

32432 Minden

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